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NARRENWETTER

Vereinsgeschichte PDF Print E-mail

Im Jahre 1948 wurde auf Anregung der Narren Ernst Scheu und Albin Seeberger, sowie noch verschiedener Narren eine Besprechung abgehalten, die zum Gelingen einer frohen und netten Fasnet, als erste nach dem Kriege, beitragen sollte. Bald danach wurde auch eine Narrenversammlung einberufen, die sehr gut besucht war. Es war zu sehen, dass sich jung und alt endlich wieder mal nach einer richtigen Fasnet sehnten. Auf Vorschlag des Narren Josef Förschner wurde beschlossen, die Schwäbische Eisenbahn aufzuführen. Dies konnte jedoch leider in den Fasnetstagen nicht verwirklicht werden, da die Militärregierung in Konstanz die Genehmigung hierzu nicht erteilte. Trotzdem wurde aber eine frohe, lustige und sehr schöne Fasnet abgehalten, so dass der Grundstein für die kommenden Jahre gelegt war. Ein richtiger Elferrat bestand in diesem Jahr noch nicht. Es waren jedoch bereits 11 Mann beisammen, die auch durch besondere Narrenkappen gekennzeichnet waren. Nach der Fasnet löste sich dann alles sozusagen auf. Als nun die Fasnet 1949 heranrückte, wurde durch Einberufung der 1948 aktiven Narren in der »Krone« am 22. Januar 1949 ein endgültiger Elferrat aufgestellt, dem zusätzlich noch Narrenmutter, Narrenvater, Narrenpolizei und Narrenkassier als bera­tende Mitglieder zur Seite gestellt wurden. Inzwischen hatte nun die große Währungsreform stattgefunden und es konnte auf Grund dessen eher wieder mit einer normal verlaufenden Fasnet gerechnet werden. Zudem waren die Bestimmungen seitens der Militärregierung nicht mehr so streng gehalten, wie das in den vorhergegangenen Jahren der Fall war.

Als Elferratsmitglieder wurden nun bei dieser Sitzung aufge­stellt und gewählt:

  • 1. Albin Seeberger
  • 2. Franz Kaiser
  • 3. Ernst Seeberger
  • 4. Georg Maier
  • 5. Karl Maier
  • 6. Ernst Scheu
  • 7. Josef Förschner
  • 8. Erwin Riegger
  • 9. Gottfried Dummel
  • 10. Helmut Kaiser
  • 11. Hermann Honsel

Der im Jahre 1948 nicht verwirklichte Plan, die Schwäbische Eisenbahn aufzuführen, wurde nun in Angriff genommen. Durch den Elferrat wurde bestimmt, dass als genaue Kennzeichnung der Elferratsmitglieder jedes Mitglied an seiner Narrenkappe, die alle den gleichen Schnitt, jedoch nicht dieselben Farben hatten, eine Nummer von 1 bis 11 zu tragen hat. Es wurde hierbei beim Präsidenten begonnen und so fort­laufend nach dem Alter durchnummeriert. Bald darauf wurde eine Narren­versammlung einberufen, bei der nun die technischen Punkte über die Durchführung der Schwäbischen Eisenbahn besprochen wurden. Viel Mühe und Arbeit kostete es die Beteiligten und vorwiegend den Elferrat, bis nun endlich am Fasnetsonntag 1949 um 13.33 Uhr mit feierlicher Begleitung der Güttinger Musik die Schwäbische Eisenbahn dem öffent­lichen Verkehr übergeben wurde. Es waren 3 mit Tannreis geschmückte Wagen, die wie richtige Eisenbahnwagen gefertigt waren und von Traktoren gezogen wurden. Der Herr Präsident übergab nach einer sehr ausführlichen Ansprache über die Entstehung und Überwindung der Schwierigkeiten und Darlegung der Wichtigkeit die Schwäbische Eisenbahn dem Verkehr. Dies hatte sofort zur Folge, dass sämtliche Züge überbesetzt waren und die Eisenbahn etwa 3 Stunden ununterbrochen hin und her um das ganze Dorf fuhr und an den bekannten Stationen, wie Stuttgart, Ulm, Biberach usw. Halt machte.
Der Fasnetsonntag klang aus mit Tanz im Kronensaal. Dies war für Möggingen ein sehr großer Erfolg, der weit über die Grenzen der kleinen Gemeinde hinaus bekannt wurde. Am Montag wurden mit der Eisenbahn die Nachbargemeinden Liggeringen und Güttingen besucht.

Auch für 1950 hatten sich die Mögginger Narren viel vorgenommen und wollten ein Sängerfest veranstalten. Hierzu wurden mehrere Sitzungen abgehalten, deren Auftakt am 11.11.1949 die erste Elferratssitzung machte. Sehr zum Bedauern, der damaligen Verantwortlichen schied bereits bei dieser Sitzung Erwin Riegger as familiären Gründen aus dem Elferrat aus, der durch Anton Straub ersetzt wurde. Auch Walter Öxle, der dem Elferrat als Narrenpolizei zur Seite stand, erklärte seinen Rücktritt und fand in Karl Jäckle seinen Nachfolger. 6 bis 8 Gruppen sollten zum Gelingen des Sängerfestes beitragen, wobei für jede Gruppe ein Elferratsmitglied für die Kostümierung und Zusammenstellung sowie Einübung der Lieder verantwortlich war. Auch dieser Plan wurde erfolgreich umgesetzt und so war auch die Fasnet 1950 ein schöner Erfolg. Von dieser Euphorie getragen wurde in der am 8. Februar 1950 abgehaltenen Elferratssitzung die Gründung eines Narrenvereines bzw. einer Narrenvereinigung ausgiebig behandelt und die vom damaligen Schriftführer Hermann Honsel gefertigte Vereinssatzung diskutiert. Wesentlich war die Namensfindung für den Verein und auf Vorschlag von Georg Maier setzte sich der Name

„ Welsbart “

als Vereinsname durch. Neben der Vereinssatzung wurde auch ein Narrenschwur entworfen, den jeder Elferrat vor Antritt seiner Tätigkeit zu leisten hat. Dieser lautet: „ Ich schwöre als zukünftiges Mitglied des Elferrates zu Möggingen der Narrenvereinigung „Welsbart“ treu und gefolgsam meine Pflicht zu erfüllen, stets für Humor und Frohsinn einzutreten, das Gedeihen der Fastnacht in Möggingen zu fördern, die Verwaltung der Narrenvereinigung zu unterstützen, dem „Welsbart“ stets ein treuer Anhänger bis zum Tode zu sein und die alten Narrenbräuche im Narrennest am Mindelsee zu respektieren. “

In den Folgejahren organisierte die Narrenvereinigung Welsbart die Fasnet in Möggingen und trug durch die immer wieder farbenfrohen Fasnetmottos und die aufwändig gestalteten Umzugswagen zum Gelingen der 5. Jahreszeit bei. Auf Einladung der Schimmelreiter Güttingen fand am 11. Oktober 1958 im Gasthaus Adler in Güttingen die Gründungsversammlung der Mö-Gü-Ma-Umzüge statt. Diese hatten 1957 in Markelfingen, 1958 in Möggingen, 1959 in Güttingen, 1960 in Markelfingen, 1961 in Möggingen, 1962 in Güttingen und 1963 in Markelfingen stattgefunden.
1989 wurde die Tradition der Mö-Gü-Ma-Umzüge wieder aufgegriffen und die Umzüge fanden wiederum erstmals in Markelfingen statt. Zu den 3 Vereinen gesellten sich 1991 die Moofanger aus Liggeringen und die Umzüge waren bis 2003 fester Bestandteil der Fasnet auf dem Bodanrück, wobei jeweils am Fasnetsunntig die närrischen Gruppen in ihren farbenträchtigen Häsern den Weg durch die veranstaltende Gemeinde zogen.
Anfang der sechziger Jahre trat die Narrenvereinigung auseinander und der Verein ruhte von 1964 bis 1974. Während dieses Zeitraumes nahmen einzelne Mögginger Bürger die Pflege der 5. Jahreszeit in ihre Hand, so dass das fasnetliche Brauchtum weiterhin gepflegt wurde. Während dieser Zeit veranstaltete die Feuerwehr ihren Feuerwehrball und der damals existierende Gesangsverein einen Sängerball.  Am 26. Januar 1974 schließlich lud der damalige Ortsvorsteher Wolf-Dieter Gondolatsch zur Mitgliederversammlung der Narrenvereinigung Welsbart in das Gasthaus Krone ein.
Wolf-Dieter Gondolatsch wollte mit dieser Sitzung die Reaktivierung des Vereines erreichen, was auch gelang. Als vorläufige Vorstandschaft stellten sich zur Verfügung:

  • Egon Braun,
  • Hermann Honsel,
  • Helmut Strobel,
  • Hubert Honsel,
  • Ernst Scheu Jr.,
  • Dieter Dummel und
  • Wolf-Dieter Gondolatsch.

In den folgenden Wochen bemühte sich die vorläufige Vorstandschaft darum verschiedene närrische Personen für die Vorstandschaft der Narrenvereinigung Welsbart zu gewinnen. In einer weiteren Hauptversammlung am 11.11.1974 wurden folgende Personen als Vorstandschaft gewählt:

  • Präsident: Markus Honsel
  • Zunftmeister: Gerhard Techel
  • Kassier: Hansi Sommerlot
  • Schriftführer: Manfred Hinz
  • Beisitzer: Franz Schuptlitz
  • Beisitzer: Dieter Dummel
  • Beisitzer Wendelin Nägele.


Somit war die Weiterführung der Narrenvereinigung Welsbart gesichert und die motivierte Vorstandschaft stellte sich mit großem Engagement ihren neuen Aufgaben. Bereits an der Fasnet 1975 wurde der 1. Bunte Abend unter Teilnahme aller Mögginger Vereine durchgeführt.
Im Spätsommer 1976 versammelte sich eine stattliche Menge junger Leute im ehemaligen Proberaum des Gesangvereins um über die Gründung eines Fanfarenzugs zu beraten. Diese waren im Einzelnen: Beate Braun (verh. Schatz), Elvira Braun (Fuchs), Ute Braun, Mark Gondolatsch, Petra Kern (Weber), Guido Löhle, Holger Maier, Angelika Sommerlot (Sommerlot-Keller), Roswitha Sommerlot (Erne), Eva Weber, Dietmar Weber, Wolfgang Kaiser, Karl-Heinz Geier, Markus Filder, Wolfgang Scheu, Heinz Hummel, Ilona Mayer (Hangarter), Karin Mayer (Probst), Gerhard Rehm, Edith Honsel, Alfons Schley, Thomas Dietrich, Ulli Häberle, Thomas Nägele, Wolfram Straub, Rolf Behnke, Gabi Nägele (Benitz)… und vielleicht noch mehr. Erster Tambourmajor war Wolfgang Kaiser.

Nachdem feststand dass sich einige Mitglieder aus dem Froschen-Fanfarenzug bereit erklärten, den blutjungen Anfängern den Musikalischen Grundstein zu legen, war der Fanfarenzug Welsbart Möggingen beschlossene Sache.


Im ersten Jahr noch als Matrosen aufgetreten, konnte man schon im zweiten Jahr mit einer einfachen Uniform aufwarten, die im Laufe der Jahre immer wieder verbessert wurde und schließlich im Jahre 1997 zur vorläufig endgültigen Uniform führte. Der Entwurf stammte im Wesentlichen von unserem Fasnetsmoler Holger Werner und zeigt eine altertümliche Landsknechtuniform in den Farben Schwarz, Gelb und Grün.


Als Mitglied im Landesverband der Spielmanns- und Fanfarenzüge Baden-Württemberg sind die 28 Frauen und Männer das ganze Jahr über aktiv und ihre Auftritte sind nicht nur in der näheren Umgebung sehr beliebt. Musikalisch präsentiert sich die Untergruppe des Narrenvereins als fünfstimmiger Naturfanfarenzug, begleitet von großen Trommeln. Wenn einmal nicht Fanfare gespielt wird, ist trotzdem das eine oder andere angesagt, um die Mitglieder bei “Laune“ zu halten. So werden zum Beispiel Ausflüge durchgeführt, gesellige Grillabende veranstaltet und auch schon mal ein größeres Fest für die Einwohnerschaft Möggingens, aber auch für Freunde des Fanfarenzugs organisiert, was unter anderem zur Finanzierung neuer Uniformen und Instrumente beiträgt. Selbstverständlich unterstützt der Fanfarenzug den Narrenverein stets bereitwillig die ganze Fasnet über und trägt besonders auch zum guten Gelingen der Bunten Abende bei. Für viele nachahmenswert war auch die Idee, am Schmutzigen Dunnschtig nicht in denselben “Klamotten“ herumzulaufen, sondern sich Jahr für Jahr ein anderes Motto auszudenken. Ungefähr 115 Mädchen und Jungs, Frauen und Männer, haben in der vergangenen Zeit seit Bestehen ihr spielerisches Können unter Beweis gestellt. Davon sind zwei seit der Gründung des FZ noch dabei: Ute Braun-Hilngrainer und Mark Gondolatsch.


1976 wurde also der Fanfarenzug gegründet, dem 1980 die Gründung der Welsgruppe folgte. Diese Maskengruppe nutzte die bereits 1962 eingeführten Welsmasken und verkörperte mit der Darstellung des Welses die Symbolfigur des Vereines. Da diese Gründungen auch erhebliche finanzielle Aufwendungen bedeuteten – alle Gruppenmitglieder mussten eingekleidet und der FZ mit Instrumenten ausgestattet werden – wurde zur Finanzierung am 4. Oktober 1981 das 1. Mögginger Herbst- und Weinfest des Narrenvereines veranstaltet. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt. In den Folgejahren kam es in einzelnen Positionen der Vorstandschaft zu Wechseln, jedoch waren von 1978 bis 1996 bzw. 1998 folgende Vorstände gemeinsam aktiv:

  • Präsident Markus Honsel,
  • Zunftmeister Otto Skoda,
  • Kassier Hansi Sommerlot und
  • Schriftführer Detlev Wernick.

In dieser Zeit änderte sich der Name der Narrenvereinigung gemäß Satzungsänderung in Narrenverein Welsbart. Zudem trat der Verein der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee bei und feierte 1990 sein 40-jähriges Vereinsjubiläum mit einem großen Fest und Umzug. Bei nahezu frühlingshaften Temperaturen versammelten sich über 1500 Hästräger in Möggingen die von mehreren tausend Zuschauern an den Straßenrändern bestaunt wurden. Ein großes Fest mit gewaltiger Vorbereitung bleibt unvergessen.  1998 traten Markus Honsel und die amtierende Zunftmeisterin Conny Schorn nicht mehr zur Wahl an. Mark Gondolatsch als Präsident und Burkhard Grob als Zunftmeister traten ein schweres Erbe an und bewiesen in den folgenden Jahren gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen, dass sie die Fußstapfen ihrer Vorgänger gut füllten. Bereits 3 Monate nach deren Wahl wurde in Möggingen der Mö-Gü-Ma-Umzug durchgeführt, der wie so oft, ein schöner Erfolg wurde.

1999 änderte der Verein in seiner Mitgliederversammlung wiederum seine Satzung und führte erstmals die Mitgliederversammlung nicht am 11.11. durch. Seit diesem Zeitpunkt wird im ersten Quartal des laufenden Jahres zur Versammlung eingeladen und die Vorstandschaft wie bisher für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Parallel zu diesen Vorbereitungen lag das Interesse der neuen Vorstandschaft an der Veranstaltung des Jubiläums anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Vereins. Dies sollte an der Fasnet 2000 gefeiert werden. Enorme Vorbereitungen und viele helfende Hände waren notwendig um diese Aufgabe zu bewältigen. Ebenso wie 10 Jahre zuvor unterstützte der Wettergott dieses närrische Großereignis in Möggingen und das Festwochenende wurde, trotz großer Belastung, die durch viele freiwillige Helfer und das Engagement aller Mögginger Vereine getragen wurde, zu einem unvergesslichen Ereignis.

2003 fand in Möggingen der letzte Mö-Gü-Ma-Umzug statt. Auf Anregung des Zunftmeisters Burkhard Grob hatten sich 2002 bei mehreren Sitzungen die Vereine des Bodanrücks versammelt, die der Idee folgten und das Seenarrentreffen ins Leben riefen.

Dieses fand 2004 erstmals in Güttingen statt und ist seitdem ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Fasnet auf dem Bodanrück, das von den beteiligten 11 Vereinen nach Absprache im Wechsel veranstaltet wird.

Bei den Wahlen 2008 standen größere Änderungen an, da der Verein die Regelung, dass Vorstandsmitglieder gleichzeitig Mitglieder des Elferrates sind, ändern wollte. Das Vorhaben gelang mit einer Änderung der Satzung und in vielen Einzelgesprächen wurden junge Mitglieder des Vereines für die Ämter der Vorstandschaft gewonnen. Nach der Hauptversammlung wird der Verein von Burkhard Grob als Präsident und Reinhard Kornmaier als Zunftmeister angeführt. Weiterhin ist jede Gruppe des Vereines mit je zwei Mitgliedern in der Vorstandschaft vertreten. So gerüstet stellt sich die Vorstandschaft den Aufgaben kommender Jahre.

 

 

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